5
Aufnehmen
Zu den großen Vorteilen des digitalen Fernseh- und Radioempfangs auf dem PC gehört das Aufnehmen auf Festplatte ohne Qualitätsverlust. Und das ist mit dem DVBViewer GE denkbar einfach: Sie brauchen nur auf den roten Aufnahmeknopf in der Symbolleiste zu klicken - schon wird die laufende Sendung aufgezeichnet. Natürlich können Sie auch Timeraufnahmen programmieren, Ihre Festplatte für zeitversetztes Fernsehen nutzen... dieses Kapitel beschreibt, welche Möglichkeiten und Einstellungen zur Verfügung stehen.
Überblick | Einstellungen | Aufnahme-Kontrolle | Timer-Aufnahmen | Timeshift | Bei Aufnahme-Problemen
Zunächst:: Was und wie nimmt der DVBViewer auf? Das lässt sich mit einfachen Worten beschreiben. Die komprimierten Video- und Audiodaten werden so, wie sie vom Sender kommen, auf die Festplatte geschrieben. Das einzige, worauf der DVBViewer Einfluss nimmt, ist die Verpackung, je nach dem, welches Dateiformat Sie wählen. Entweder zeichnet er den originalen Transportstream auf – das ist der „Reisekoffer“, in dem die Daten ankommen – oder packt sie in ein anderes gebräuchliches Format um. Den eigentlichen Inhalt tastet er nicht an. Es handelt sich – störungsfreien Empfang vorausgesetzt – tatsächlich um Eins-zu-Eins-Kopien. Einschließlich der Sünden, die sich die Sendeanstalten mitunter leisten.
Aufnahmen finden im DVBViewer GE
weitgehend unabhängig von der Wiedergabe statt. Sie können
folgendes während einer laufenden Aufnahme machen:
Auf einen anderen Sender umschalten und dort eine weitere Aufnahme
starten. Inwieweit dies möglich ist, hängt von folgenden
Faktoren ab:
Sie können auf jeden Fall auf einen Sender umschalten, der im gleichen Datenstrom (auf der gleichen Frequenz, dem gleichen Transponder) wie der aufgenommene übertragen wird. Dies trifft im allgemeinen auf Sender zu, die vom gleichen Anbieter stammen, also zum Beispiel auf RTL und VOX, ZDF und 3sat, oder Pro Sieben und Sat.1, nicht jedoch z.B. auf RTL und ZDF. In der Favoritenliste bzw. im Favoriten-Menü sind alle zur Zeit nicht anwählbaren Sender deaktiviert.
Wenn Sie ein zweites DVB-Gerät besitzen, das noch frei (also nicht vom Recorder belegt) ist, können Sie auf alle Sender mit entsprechendem Tunertyp (DVB-S, DVB-T...) wechseln.
Falls
eine Senderumschaltung über die Kanalliste
nur durch Beenden der Aufnahme möglich ist, erhalten Sie eine
Warnung. Mit einem Klick auf „Abbrechen“
verhindern Sie die Umschaltung. Die gleiche Warnung erscheint bei dem
Versuch, den DVBViewer GE während einer laufenden Aufnahme zu
beenden .
Eine Video/Audio-Datei oder eine DVD während der Aufnahme
abspielen. Natürlich kann auch eine Timeraufnahme im
Hintergrund starten, während der DVBViewer GE ein Video oder
eine DVD wiedergibt.
Timeshift starten und zeitversetzt fernsehen.
Alle Wiedergabefunktionen mit dem Menübefehl „Ansicht/
Wiedergabe aus“ komplett deaktivieren, um den DVBViewer GE
mit minimaler Prozessorlast und geringem Speicherverbrauch im
Hintergrund aufnehmen zu lassen.
Um ein Szenario zu schildern, das es auf die Spitze treibt und mit nur einem DVB-Gerät realisierbar ist: Sie starten manuell eine Aufnahme von Pro Sieben, und dann die Wiedergabe einer DVD. Währenddessen beginnt im Hintergrund zusätzlich eine Sat.1-Timeraufnahme – der DVBViewer GE-Rekorder kann im Prinzip beliebig viele Aufnahmen gleichzeitig durchführen. Nun aktivieren Sie noch die Bild in Bild-Funktion und lassen sie den Nachrichtensender N24 in die DVD-Wiedergabe einblenden.... insgesamt verarbeitet der DVBViewer GE damit 3 verschiedene Fernsehsender und eine DVD, ohne dass sich etwas in die Quere kommt.
Die für Aufnahmen zuständigen Bedienungselemente im DVBViewer GE:
Manueller
Aufnahmestart/stop: Mit einem Klick auf das Symbol
starten Sie die Aufzeichnung der laufenden Sendung, worauf es sich
in einen grauen Knopf verwandelt. Ein Klick auf das graue Symbol
lässt ein Popup-Menü erscheinen, das folgende Funktionen
anbietet:
Aufnahme beenden.
Die laufende Aufnahme als Datei abspielen, also als zeitversetzte Wiedergabe der Sendung.
Die Aufnahme neu starten. Dabei wird der zuvor aufgenommene Teil auf der Festplatte nach einer Sicherheitsabfrage gelöscht. Die Abfrage unterbleibt, wenn Sie gleichzeitig die Taste [Strg] gedrückt halten.
Die Aufnahme nach einer Sicherheitsabfrage beenden und auf der Festplatte löschen. Die Abfrage unterbleibt, wenn Sie gleichzeitig die Taste [Strg] gedrückt halten.
Die Aufnahme nach einer bestimmten Anzahl Minuten (ab „jetzt“) automatisch beenden. Dies programmiert einen Timer für die Aufnahme. Ein bereits vorher programmierter Timer für diese Aufnahme wird dadurch einschließlich der für das Aufnahmeende vorgesehenen Aktion (z.B. Herunterfahren) überschrieben.
Aufnahme-Kontrolle: Erweiterte Kontrollmöglichkeiten
erscheinen nach einem Klick auf das Symbol
.
Das Fenster für die Aufnahme-Kontrolle zeigt eine Liste aller
seit dem Programmstart durchgeführten und laufenden Aufnahmen
sowie statistische Angaben. Es dient zur Einstellung des
Aufnahme-Formats und bietet diverse Kontrollfunktionen, wie
das Stoppen, Löschen und Abspielen von Aufnahmen, oder manuelle
Schnitte zwecks Aufteilung auf separate Dateien. Hinzu kommen
Timerfunktionen, die es erlauben, die Einstellungen für eine
laufende Timeraufnahme (Stoppzeit, Aktion nach der Aufnahme) zu
ändern oder eine manuell gestartete Aufnahme in eine
Timeraufnahme zu verwandeln. Die Funktionen stehen größtenteils
auch im OSD über den Menüpunkt „Gestartete
Aufnahmen“ zur Verfügung.
Rekorder-Programmierung: Ein Klick auf das Symbol
oder der Menübefehl „DVBViewer/
Rekorder-Programmierung“ öffnen ein Fenster, das
vielfältige Möglichkeiten für die Programmierung von
Timeraufnahmen bietet. Auch im OSD
können Sie Aufnahmen programmieren. Wählen Sie dazu im
OSD-Hauptmenü „Liste der Timeraufnahmen“.
Programmierung über den EPG: Ein Klick auf das Symbol
öffnet das Fenster mit dem elektronischen Programmführer
(EPG). Hier können Sie eine Sendung markieren und mit einem
Klick auf „Sende an PVR“ dafür sorgen, dass
der DVBViewer sie als Timeraufnahme registriert.
Grundeinstellungen: Unter „Einstellungen/ Optionen/
Rekorder“ finden Sie verschiedene Einstellmöglichkeiten
für Aufnahmen. Unter anderem legen Sie hier fest, in welchem
Ordner die Aufnahmen landen. Standardmäßig speichert sie
der DVBViewer GE im Ordner „Eigene Videos“, oder, falls
nicht vorhanden, unter „Eigene Dateien“.
Wiedergabe bei Aufnahmen abschalten: Ein Klick auf den
Menübefehl „Ansicht/ Wiedergabe aus“
deaktiviert die für Wiedergabe zuständigen Programmteile
im DVBViewer GE komplett (genauer: gibt den Filtergraphen frei).
Dies senkt sowohl den Speicherverbrauch als auch die Prozessorlast
drastisch, ohne Aufnahmen zu behindern. Das ist praktisch, wenn der
DVBViewer still im Hintergrund aufnehmen soll, während Sie den
PC anderweitig nutzen oder nicht anwesend sind. Mit einem weiteren
Klick auf „Ansicht/ Wiedergabe“ können Sie
die Wiedergabe jederzeit wieder einschalten. Eine ähnliche
Bedeutung hat der Befehl „Ansicht/ Video-Wiedergabe“.
Er schaltet nur die Bilderzeugung ab, so dass der Ton weiter läuft.
Dies spart auch einiges an Prozessorleistung, aber kaum Speicher.
Die Dateinamen erzeugt der DVBViewer automatisch. Sie setzen sich aus dem Titel (sofern im EPG verfügbar), dem Sendernamen, dem Datum, und der Uhrzeit zusammen. Die Zusammensetzung können Sie in den Rekorder-Optionen (siehe unten) ändern. Der DVBViewer GE verhindert das Überschreiben gleichnamiger Dateien, indem er notfalls eine Nummer an den Namen anhängt.
Fernseh-Aufnahmen belegen eine Menge
Platz auf der Festplatte. Rechnen Sie mit 3 Gigabyte oder mehr für
einen 90-Minuten-Spielfilm – im einzelnen hängt das von
der gesendeten Bitrate ab. Überzeugen Sie sich vor Beginn der
Aufnahme, das genug Platz vorhanden ist – plus einer
Sicherheitsreserve.
Eine zusätzliche Einschränkung kann aus dem Dateisystem resultieren. Das FAT32-System von Windows 98/ SE/ ME beschränkt die Dateigröße auf maximal 4 GB. Windows 2000/ XP /Vista/ 7 beherrschen das moderne NTFS-System, das in dieser Hinsicht keine Beschränkungen kennt (jedenfalls keine, die Sie beachten müssten). Allerdings können auch diese Windows-Versionen mit FAT32 arbeiten.
Informieren Sie sich deshalb über das Dateisystem. Öffnen Sie „Arbeitsplatz“, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Laufwerk und wählen Sie im Kontextmenü „Eigenschaften“. Falls Sie unter Windows 2000/ XP noch FAT32 verwenden, ist es empfehlenswert, eine Konvertierung nach NTFS durchzuführen, wenn Sie mit Videos hantieren wollen. Dies ist ohne Neuformatierung und Datenverlust möglich. Entnehmen Sie der Windows-Hilfe (Suchbegriff NTFS) oder der Fachliteratur, wie dabei vorzugehen ist.
Weitere Aufnahme-Möglichkeiten
bietet das Audiorecorder Plugin
mit zusätzlichen Aufnahme-Formate wie MP3, WAV und Ogg Vorbis.
Inhalt | an den Anfang | vorheriges Kapitel | nächstes Kapitel
Unter „Einstellungen/ Optionen/ Rekorder“ finden Sie verschiedene Einstellungen für Aufnahmen. Sie werden in diesem Abschnitt erläutert.

Verzeichnisse: Hier legen Sie
fest, in welchem Ordner der DVBViewer Aufnahmen bzw. die
Timeshift-Datei für zeitversetzte Wiedergabe speichert. Klicken
Sie auf die Schaltfläche rechts neben dem Eingabefeld, um ein
Ordner-Auswahlfenster zu öffnen.
Minimaler freier
Festplatten-Platz: Wenn der freie Festplattenplatz unter den
hier eingestellten Wert (in MB) sinkt, wird die Aufnahme automatisch
beendet. Beachten Sie hierbei bitte, dass Windows nicht jedes
einzelne Byte zählt. Der gemeldete freie Platz wird bei
Aufnahmen eventuell nur in Schritten von jeweils 8 MB aktualisiert.
Wenn Sie also 10 MB einstellen, kann es sein, dass die Aufnahme erst
bei einem verbleibenden Platz von 2 MB beendet wird. Bei einem
geringeren Grenzwert wird das automatische Beenden womöglich
nicht funktionieren.
Maximale Größe des
Rekorder-Puffers: Hier legen sie die maximale Größe
des Puffers in MB fest, den der DVBViewer GE für die
Zwischenspeicherung im Arbeitsspeicher reserviert. Darin sammelt der
DVBViewer GE die Aufnahme-Daten, bevor sie auf die Festplatte
gelangen. Das hat den Vorteil, dass der Schreibvorgang ausgeführt
werden kann, wenn Zeit dafür ist. Ansonsten muss er
stattfinden, wenn die Daten eintreffen – die Sender warten ja
nicht. Wenn Sie 0 MB einstellen, werden die Daten nicht gepuffert
(abgesehen von der Pufferung durch Windows), sondern direkt auf die
Festplatte geschrieben.
Die Pufferung ist empfehlenswert, da sie die Wahrscheinlichkeit von Datenverlusten und damit Bild- und Tonstörungen in den Aufnahmen verringert. Dies gilt insbesondere, wenn gleichzeitig andere Prozesse heftig auf die Festplatte zugreifen oder die internen Datenleitungen beschlagnahmen. Scheuen Sie nicht davor zurück, 8 MB oder mehr einzustellen. Nur in Ausnahmefällen wird der DVBViewer diese Menge tatsächlich in Anspruch nehmen.
Verhindere timergesteuertes
Schließen bei laufenden oder bevorstehenden Aufnahmen in
(Minuten): Diese standardmäßig eingeschaltete
Funktion verhindert, dass der DVBViewer GE durch eine Timerfunktion
beendet (bzw. der PC heruntergefahren) wird, wenn noch eine (andere)
Aufnahme läuft oder eine Timeraufnahme in einer bestimmten
(einstellbaren) Zeit anliegt.
Dies ist insbesondere bei sich überschneidenden oder kurz aufeinander folgenden Aufnahmen von Bedeutung. Die Option erspart es Ihnen, bei jeder Timerprogrammierung darauf zu achten, inwieweit es unerwünschte Wechselwirkungen mit anderen geplanten Aufnahmen gibt. Der Nachteil liegt darin, dass vorgesehene Timer-Aktionen eventuell nicht ausgeführt werden. Nur die Aktion, die der letzten in einer Serie von sich überschneidenden / kurz aufeinander folgenden Aufnahmen zugeordnet ist, kommt zum Zuge.
Log-Datei
schreiben: Schalten Sie diese Option ein, wenn Sie möchten,
dass der DVBViewer GE jede Aufnahme in einer Textdatei
mitprotokolliert. Sie enthält die EPG-Angaben für die
Sendung, sofern verfügbar. Dazu werden die Start- und Stopzeit
notiert, Fehler während der Aufnahme, das Video- und
Audioformat sowie eventuelle Video/Audio-Formatwechsel, die bei der
Nachbearbeitung Probleme bereiten können. Dazu gehören
insbesondere Mono/Stereo- und 4:3/16:9-Umschaltungen. Zu jedem
Ereignis erfahren Sie den Zeitpunkt und die ungefähre
Dateiposition.
EPG-Daten als Datei-Info: Das NTFS-Dateisystem (verfügbar
unter Windows 2000/XP/Vista) erlaubt es, zusätzliche
Informationen an eine Datei anzuhängen. Wenn diese Option
aktiviert ist, nutzt der DVBViewer GE diese Möglichkeit, um
Aufnahmen durch die dazugehörigen EPG-Daten zu ergänzen.
Beim Kopieren auf ein Nicht-NTFS-Laufwerk (z.B. eine DVD oder eine
FAT32-Partition) gehen die Daten verloren. Auch bei der
Nachbearbeitung von Aufnahmen (Demultiplexen, Schneiden) werden die
Daten im allgemeinen von den entsprechenden Programmen nicht
übernommen. Sichtbar sind die zusätzlichen Informationen
an folgenden Stellen:
Im Explorer als eingeblendeter Hinweis, wenn Sie den Mauszeiger auf die Datei halten.
In den Eigenschaften einer Datei (Rechtsklick...) unter „Dateiinfo“.
In der Detail-Ansicht des Explorers, wenn die entsprechenden Spalten aktiviert sind.
Beim Abspielen der Datei mit dem DVBViewer GE im (kleinen und großen) OSD-EPG-Info.
Aufnahme
signalisieren: Wenn diese Option eingeschaltet ist, erinnert Sie
ein roter Punkt im Fernsehbild daran, dass gerade eine Aufnahme
läuft – damit Sie nicht irrtümlich den DVBViewer
mittendrin beenden.
Warnung
bei Senderwechsel, wenn Timeshift aktiv ist: Wenn Sie diese
Option einschalten, erhalten Sie bei einem Senderwechsel oder
sonstigen Aktionen, die eine laufende Timeshift-Aufnahme beenden
würden, eine Warnung. Sie gibt Ihnen Gelegenheit, die Aktion
abzubrechen.
Auto-Popup der Aufnahme-Kontrolle
vor einer Timeraktion: Wenn diese Option aktiviert ist, öffnet
sich das Aufnahme-Kontrollfenster automatisch 30 Sekunden, bevor
eine timer-gesteuerte Aktion ausgeführt wird – sowohl bei
Timeraufnahmen als auch bei manuell programmiertem Timer. Dies gibt
Ihnen Gelegenheit, einzugreifen.
DVD-Paketgröße:
Bewirkt, dass der DVBViewer bei Aufnahmen im MPG-Format die relativ
großen DVB-Datenblöcke in kleinere Häppchen von
maximal 2 KB Größe „paketisiert“. Dies
entspricht der DVD-üblichen Aufteilung, so dass auf
DVD-Wiedergabe spezialisierte Soft- und Hardware eventuell besser
damit zurechtkommt.
Dateinamen-Schema: In dieser
Eingabezeile legen Sie fest, wie der Dateiname für Aufnahmen
aufgebaut ist. Standardmäßig besteht er aus dem Titel der
Sendung, dem Sendernamen, dem Datum und der Zeit. Für diese
vier Elemente setzen Sie Platzhalter ein, zum Beispiel %s für
den Sender. Alles andere wird unverändert in jeden Dateinamen
eingebaut. Welche Platzhalter zur Verfügung stehen, erfahren
Sie, wenn Sie den Mauszeiger auf die Eingabezeile halten. Die
Eingabe
%s_%e %d-2005
würde zum Beispiel dem Datum die Jahreszahl 2005 hinzufügen und einen Dateinamen wie „Pro Sieben_Die Simpsons 27-04-2005“ erzeugen..
Drei weitere für Aufnahmen wichtige Einstellungen finden Sie unter „Einstellungen/ Optionen/ Allgemein“:
Priorität: Bestimmt, in
welchem Maß Windows dem DVBViewer Vorrang gegenüber
anderen Programmen bei der Zuteilung von Rechenzeit einräumt.
Stellen Sie hier „hoch“ ein, wenn Sie während
einer Aufnahme andere Programme benutzen, damit dem DVBViewer auf
jeden Fall genug Rechenzeit für seine Arbeit bleibt.
Windows-Taskplaner benutzen: Diese Option steht nur zur
Verfügung, wenn das Zusatzmodul DVB
Task Scheduler im DVBViewer GE-Ordner vorhanden ist. Es sorgt
dafür, dass beim Beenden des DVBViewer GE geplante Aufnahmen
automatisch als Windows-Tasks eingerichtet werden. Sie starten den
DVBViewer GE automatisch zum vorgesehenen Zeitpunkt und wecken sogar
den PC aus Standby oder dem Ruhezustand auf. Über die
Schaltfläche „Passwort“ geben Sie
Namen und Passwort Ihres Benutzerkontos ein. Diese Angaben benötigt
Windows aus Sicherheitsgründen für einen automatischen
DVBViewer-Start. Bitte lesen Sie sorgfältig die dem Modul
beigefügte ReadMe-Datei, die wichtige Hinweise gibt.
Inhalt | an den Anfang | vorheriges Kapitel | nächstes Kapitel
Über
den Menüpunkt „DVBViewer / Aufnahmekontrolle“
oder das Symbol
rufen Sie die Aufnahmekontrolle auf. Sie verwaltet laufende und seit
dem letzten Programmstart ausgeführte Aufnahmen. Das Fenster
bietet die Möglichkeit, manuell gestarteten Aufnahmen
nachträglich einen Timer zuzuordnen oder die Einstellungen für
eine laufende Timeraufnahme zu ändern. Zusätzlich finden
Sie hier statistische Angaben und wichtige Einstellungen.

Die Liste im oberen Teil zeigt
alle seit dem letzten Programmstart gestarteten Aufnahmen mit ihren
Timereinstellungen. Laufende Aufnahmen sind hellblau
unterlegt. An oberster Stelle steht ein frei programmierbarer
Timer, der keiner Aufnahme zugeordnet ist. Ein Doppelklick
auf eine Aufnahme schaltet auf den dazugehörigen Sender um.
Die Schaltflächen
unterhalb der Liste führen verschiedene Funktionen aus, die
sich auf die selektierte Aufnahme beziehen:
Rec Stop beendet nach einer Sicherheitsabfrage eine laufende Aufnahme.
Aufteilen bewirkt, dass der DVBViewer GE die Aufnahme beendet und sofort in einer neuen, separaten Datei fortsetzt. Sie erhält den gleichen Namen, aber zusätzlich eine Nummer, die sich mit jedem Aufteilen um 1 erhöht. Wie beim automatischen Aufteilen (siehe unten) geschieht der Schnitt verlustfrei.
Play startet die Wiedergabe der aufgenommenen Datei, auch wenn die Aufnahme noch läuft. Die Funktion steht 10 Sekunden nach dem Aufnahmestart zur Verfügung. Mit den Funktionen „Kanal/Letzter Sender“ und „DVBViewer/ Letzte Datei“ wechseln Sie dabei zwischen der Live-Sendung und der Datei-Wiedergabe. Damit bietet sich eine Alternative zur Timeshift-Funktion des DVBViewers. Der Play-Button erlaubt zeitversetztes Fernsehen mit normalen Aufnahmen.
Neustart: Beendet eine laufende Aufnahme, löscht die Datei (einschließlich Log) nach einer Sicherheitsabfrage und startet die Aufnahme mit den aktuellen Einstellungen neu. Bei einer Timeraufnahme wird die Endzeit entsprechend in die Zukunft verschoben, so dass die vorgesehene Dauer gleich bleibt.
Diese Funktion ist von Nutzen, wenn man nach dem Aufnahmestart bemerkt, dass eine Sendung später als erwartet beginnt, oder dass sie mit den falschen Einstellungen gestartet wurde.
Löschen: Entfernt den selektierten Eintrag aus der Liste und löscht nach einer Sicherheitsabfrage die dazugehörige Datei (einschließlich Log).
Die Sicherheitsabfragen unterbleiben,
wenn Sie gleichzeitig die Taste [Strg] gedrückt halten. Durch
Ändern von Einträgen in der Datei
Setup.ini können Sie festlegen, ab wie vielen Minuten
Aufnahmelänge beim Stoppen, Löschen und Neustart Abfragen
erscheinen.
Die Timer-Funktionen beziehen
sich ebenfalls auf den selektierten Listeneintrag. Sie ermöglichen
es, die Einstellungen für eine laufende Timeraufnahme
nachträglich zu ändern, oder eine manuell gestartete
Aufnahme automatisch beenden zu lassen. Den Eintrag „(Timer)“
zuoberst in der Liste können Sie als Sleeptimer
einsetzen, der z.B. den PC zu einem bestimmten Zeitpunkt
herunterfährt. Gehen Sie so vor:
Falls dem selektierten Eintrag bereits ein Timer zugeordnet ist, klicken Sie zunächst auf „Stop“, um ihn anzuhalten. Nun können Sie die Einstellungen ändern.
Stellen Sie die gewünschte Zeit im Feld „Zeit“ ein, oder wählen Sie eine Anzahl Minuten in der Liste „Zeit ab jetzt“.
Wählen Sie die gewünschte Aktion
Starten Sie den Timer mit einem Klick auf „Start“. Die Schaltfläche zeigt ein Uhrsymbol, wenn der Timer aktiv ist, ansonsten ein Handsymbol.
Das manuelle Stoppen einer Aufnahme
deaktiviert auch einen dazugehörigen Timer. Die Aktion „Aufnahme
stoppen/starten“ für den Eintrag „(Timer)“
bezieht sich auf den zu dem Zeitpunkt im Hauptfenster laufenden
Sender und wird ignoriert, falls kein Sender eingeschaltet ist.
Der Statistik-Bereich bietet Angaben zu der selektierten
Aufnahme. Das Torten-Diagramm veranschaulicht den freien Platz
auf der Festplatte. Die verfügbare Aufnahmezeit ist
ein auf Basis der aktuellen Bitrate geschätzter Wert. Fehlende
Pakete gibt an, wie viele „Lücken“ der
DVBViewer GE während der Aufnahme im Datenstrom entdeckt hat,
also das Fehlen von Datenpaketen aufgrund schlechter
Empfangsbedingungen, Überlastung des Prozessors oder ähnlichem.
Die Störungen äußern sich bei der Wiedergabe
meistens durch ein Stocken des Bildes oder Audio-Aussetzer.
Die allgemeinen Einstellungen in unteren Teil des Fensters werden beim Start einer Aufnahme übernommen. Eine Änderung wirkt sich also auf alle nachfolgend gestarteten Aufnahmen aus:
Aufnahmeformat: In dieser
Liste wählen Sie, in welchem Format der DVBViewer GE Aufnahmen
auf Festplatte schreibt. Zur Auswahl stehen:
Video als TS / Radio als MP2/AC3..: Mit dieser Einstellung speichert der DVBViewer GE Fernsehaufnahmen im Transportstream-Format (TS). Dabei handelt es sich um die originale, unveränderte Verpackung, in der die Video- und Audiodaten gesendet werden. Es hat den Vorteil, dass sich Störungen (fehlende Datenpakete) nicht so stark wie bei einer Umwandlung in das MPG-Format (siehe unten) auswirken und bei der Nachbearbeitung von Programmen wie ProjectX besser behandelt werden können.
Video als MPG / Radio als MP2/AC3..: Veranlasst den DVBViewer GE, Fernsehaufnahmen im Programstream-Format (PS) mit der Dateiendung MPG zu speichern. Es ist die gebräuchlichste Art, MPEG2-Video- und Audiodaten zu verpacken. Wenn Sie solche Dateien auf eine Daten-DVD brennen, spielen sie viele DVD-Player ohne vorherige Bearbeitung ab. Ungeeignet ist das MPG-Format allerdings für Sendungen mit dem neuen, insbesondere bei HDTV verwendeten Kompressionsstandard H.264. Der DVBViewer GE verwendet deshalb in diesem Fall das TS-Format (siehe oben), auch wenn MPG eingestellt ist.
Radioaufnahmen zeichnet der DVBViewer GE bei den obigen beiden Einstellungen als reinen Audio-Elementarstream (ES) auf, d.h. platzsparend ohne jegliche Verpackung, da keine Header mit Zeitinformationen für die Synchronisation von Video und Audio erforderlich sind. Die Datei erhält den für den jeweiligen Audiotyp passende Endung, also MP2 für MPEG Audio (ein Vorläufer von MP3), AC3 für Dolby Digital oder AAC (Advanced Audio Coding, in Deutschland zur Zeit noch nicht verwendet).
Immer TS: Mit dieser Einstellung speichert der DVBViewer GE alle Aufnahmen – Fernsehen und Radio - im Transportstream-Format.
MPG/TS mit allen Audiospuren:
Manche Fernsehsender bieten mehrere Audiospuren. Es kann sich um
verschiedene Sprachen handeln (z.B. bei arte), oder um eine
zusätzliche Dolby Digital-Spur (z.B. Pro Sieben). Wenn Sie die
Option einschalten, nimmt der DVBViewer GE im MPG- und TS-Format
nicht nur eine, sondern alle Audiospuren auf, zwischen denen Sie
dann beim Abspielen umschalten können.
Der DVBViewer GE berücksichtigt
dabei nur Audiospuren, die in der Kanalliste als Einträge
verzeichnet sind. Um welche es sich handelt, können Sie unter
„Einstellungen / Audiospur“ sehen, wenn der Sender
eingeschaltet ist. Dort stellen Sie auch die gewünschte Spur bei
der Wiedergabe von Sendern oder Dateien ein. Für Radio-Aufnahmen
mit mehreren Audiospuren ist das TS-Format (Einstellung „Immer
TS“) erforderlich.
TS mit Videotext: Wenn Sie hier ein Häkchen setzen,
speichert der DVBViewer GE in TS-Dateien zusätzlich den
Teletext, so dass die Aufnahme mit Untertiteln abgespielt werden
kann. Wechseln Sie dazu nach dem Wiedergabe-Start ins
DVBViewer-Hauptfenster, drücken Sie die Taste F12, um den
OSD-Teletext einzublenden, und geben Sie die Nummer der
Untertitel-Seite ein.
Die rechte Seite der allgemeinen Einstellungen bietet Möglichkeiten zum automatischen Aufteilen von Aufnahmen:
Aufteilen nach: Ein Häkchen
an dieser Stelle veranlasst den DVBViewer, Aufnahmen automatisch auf
mehrere Dateien aufzuteilen. Sobald die Dateigröße
erreicht ist, die Sie im Eingabefeld rechts daneben eintragen, wird
die Aufnahme in einer neuen Datei fortgesetzt. Sie erhält den
gleichen Namen, plus eine angehängte Nummer.
Hier können Sie beispielsweise 700 MB festlegen, wenn die Aufnahme später stückweise auf CD gebrannt werden soll. Jedes der Fragmente ist eine „saubere“ Aufnahme für sich. Der Schnitt erfolgt verlustfrei. Der DVBViewer GE spielt die Stücke wie eine einzige Datei ab, wenn für das betreffende Format „Einstellungen/ Optionen/ DirectShow/ DVBViewer Filter benutzen für...“ eingeschaltet ist. Sie brauchen nur die Wiedergabe der ersten Datei zu starten. Die Stücke lassen sich auch mit einem geeigneten Werkzeug wie dem TSPlayer wieder zu einer Datei zusammensetzen, ohne dass es an den Nahtstellen zu Störungen kommt.
Auto-Split bei Senderdaten-Änderung: Wenn Sie diese
Funktion aktivieren, überprüft der Recorder ständig,
ob die Senderdaten, auf denen die Aufnahme basiert, mit den
tatsächlich vorhandenen Datenströmen übereinstimmen
(entsprechend der Funktion Kanal/
Auto-Update für die Wiedergabe). Wenn es Abweichungen gibt,
die zu einer unbrauchbaren Aufnahme führen, wird sie sofort
gestoppt und mit den korrigierten Daten neu gestartet. Diese Art des
Aufteilens ist nicht verlustfrei. Es entsteht eine Lücke. Bei
Aufnahmen mit mehreren Audiospuren wird nur die ursprünglich
vorgesehene Spur überwacht, zusätzliche aus der Kanalliste
hinzugefügte nicht.
Nützlich ist diese Funktion insbesondere bei Timeraufnahmen von ARD-Regionalsendungen oder Fernsehsendern, die eine Audiospur nur zeitweilig bieten, so dass sie beim Aufnahmestart eventuell nicht vorhanden ist. Die Funktion sorgt in diesem Fall dafür, dass ersatzweise eine andere Audiospur aufgenommen wird. Das Aufteilen der Aufnahme ist erforderlich, da Player mit zeitweise fehlenden oder wechselnden Streams innerhalb einer Datei im allgemeinen nicht zurecht kommen.
Übernehmen: Überträgt die Einstellungen zum
automatischen Aufteilen auf bereits laufende Aufnahmen. Die
Schaltfläche ist aktiviert, wenn die in der Liste selektierte
Aufnahme abweichende Einstellungen aufweist.
Mit dem TSPlayer
können Sie nachträglich eine TS-Aufnahme in das MPG-Format
umwandeln, unerwünschte Audiospuren oder Videotext entfernen,
aus einer Fernsehaufnahme den Ton als Audiodatei extrahieren oder
automatisch aufgeteilte Aufnahmen zu einer Datei zusammenfügen.
Inhalt | an den Anfang | vorheriges Kapitel | nächstes Kapitel
Wie ein Videorecorder erlaubt auch der DVBViewer die Programmierung von Timer-Aufnahmen. Rufen Sie hierzu im DVBViewer-Menü den Menübefehl „DVB Viewer/ Rekorder-Programmierung“ auf.

Eine Timeraufnahme kann nur
gestartet werden, wenn der DVBViewer zu dem Zeitpunkt läuft!
Der DVB
Task Scheduler, ein Zusatzmodul für den DVBViewer, sorgt bei
Bedarf dafür, dass der PC für Timeraufnahmen automatisch
aus Standby oder dem Ruhemodus hochfährt und/oder der DVBViewer
gestartet wird. Nachdem Sie die Datei Scheduler.exe im
DVBViewer-Ordner gespeichert haben, können Sie unter
„Einstellungen/ Optionen/ Allgemein/“ die Option
„Benutze Windows-Taskplaner“ aktivieren
sowie Namen und Passwort Ihres Benutzerkontos eingeben, die Windows
für einen automatischen DVBViewer-Start verlangt. Weitere
Hinweise dazu gibt die dem DVB Task Scheduler beigefügte
Readme-Datei.
Um einen Aufnahme-Auftrag einzurichten, gehen Sie wie folgt vor:
Wählen
Sie den Sender in der Kanalliste auf der linken Seite. Der
Sendername wird dadurch in das Feld „Sender“
eingetragen. Die Liste bietet auch eine Schnellsuche über
die Tastatur: Geben Sie einen Buchstaben ein, um den ersten
Sender auszuwählen, der mit dem Buchstaben beginnt. Wiederholen
Sie die Eingabe, um weitere Sender mit dem Anfangsbuchstaben zu
finden. Wenn Sie verschiedene Buchstaben eintippen, sucht der
DVBViewer GE den ersten Sender der Liste, der mit dieser
Buchstabenfolge beginnt, zum Beispiel „Kabel1“ bei der
Eingabe „KA“. Groß- und Kleinschreibung spielen
dabei keine Rolle. Findet sich kein passender Sender, wird die
zuletzt gedrückte Taste als Anfangsbuchstabe einer neuen Suche
verwendet.
Das Feld „Sender“ ist je nach Tunertyp auf unterschiedliche Weise farblich hinterlegt: Braun bei Kabel-Empfang (DVB-C), Grün bei DVB-T und Blau bei Satelliten-Empfang (DVB-S). Ein weißer Hintergrund weist auf einen undefinierten Tunertyp hin. Dies kann bei von älteren DVBViewer GE-Versionen übernommenen Timer-Aufnahmen passieren. Im allgemeinen werden sie trotzdem ordnungsgemäß ausgeführt.
Falls
Sie ein anderes Datum als das heutige wünschen, klicken Sie auf
den Abwärtspfeil neben der Eingabezeile „Datum“.
Es erscheint ein Kalender, in dem Sie den gewünschten Tag
anklicken. Den dazugehörigen Wochentag markiert der DVBViewer
GE rot und setzt dort ein Häkchen,
dass Sie nicht entfernen können, außer durch Änderung
des Datums.
Geben
Sie in die Felder „Beginn“ und „Ende“
die Anfangs- und Endzeit der Aufnahme ein. Einstellige Zahlen müssen
mit führender Null geschrieben werden (z.B. 09 für 9 Uhr).
Für
eine Wiederholung der Aufnahme an nachfolgenden Tagen klicken
Sie die Checkboxen „Mo..So“ an. Der nächste
Aufnahmetag ist immer rot markiert.
Sobald der DVBViewer GE eine Aufnahme startet, entfernt er das
Häkchen bei dem betreffenden Wochentag. Wenn keine Häkchen
mehr übrig sind, wird der Eintrag gelöscht. Sie können
auch selbst die Häkchen wieder entfernen, außer für
den Wochentag, der zum nächsten Aufnahmedatum gehört.
Setzen
Sie für eine wöchentliche Wiederholung ein Häkchen
in das mit
markierte Feld. Es bewirkt, dass der DVBViewer GE die
Wochentag-Häkchen bei Ausführung nicht entfernt, so dass
sich der Aufnahme-Zyklus wöchentlich wiederholt.
Ergänzen
Sie bei Bedarf den Titel der Sendung in dem entsprechenden
Eingabefeld. Wenn sie es leer lassen, wird der Titel automatisch
ergänzt, wenn Sie auf „Übernehmen“ oder
„Hinzufügen“ klicken, sofern für die
Sendung EPG-Informationen vorliegen.
Wählen
sie in der Liste unten links die Aktion, die der DVBViewer
nach der Timeraufnahme ausführen soll. Hier können
Sie veranlassen, dass der DVBViewer automatisch beendet, der PC
heruntergefahren oder in den Standby- bzw. Ruhemodus versetzt wird.
Der Eintrag „DVBViewer Standby“ schaltet den Fernseh-
und Radioempfang aus, ohne den DVBViewer zu beenden. Er ist danach
jedoch in der Lage, eine weitere Timeraufnahme zu starten.
Im Standby-Modus bleibt der Inhalt des
Arbeitsspeichers erhalten („Suspend to RAM“); der PC
fährt beim Einschalten sehr schnell hoch und meldet sich in
seinem vorherigen Zustand zurück. Noch stromsparender ist der
Ruhemodus, der in den Windows-Energieoptionen aktiviert sein muss.
Hierbei wird der Zustand des PC auf der Festplatte gespeichert
(„Suspend to Disk“) und beim Hochfahren wieder
hergestellt.
Wählen Sie in der Liste unten rechts die Art der Ausführung.
„Nur Kanal einstellen“ veranlasst den DVBViewer, zum
betreffenden Zeitpunkt als „Erinnerung“ auf den Sender
umzuschalten, ohne eine Aufnahme zu starten. Mit „Videorecorder
Plugin“ oder „Audiorecorder Plugin“
bestimmen Sie, dass das jeweilige Plugin die Aufnahme bevorzugt
ausführen sollen. Falls es nicht vorhanden oder bereits mit
einer Aufnahme beschäftigt ist, übernimmt der DVBViewer GE
die Aufgabe. Die Option „EPG-Aktualisierung“ in
der Liste ermöglicht eine timergesteuerte
Hintergrund-Aktualisierung
des EPG, die mit Hilfe des DVB Task
Schedulers auch unbeaufsichtigt in den Nachtstunden stattfinden
kann. Die Endzeit bestimmt, wie lange die Aktualisierung maximal
arbeiten darf. Sender und Titel sind ohne Belang und werden
ignoriert. Beim Start des Auftrags passiert folgendes:
Der DVBViewer GE schaltet TV/Radio-Wiedergabe ab (nicht jedoch laufende Aufnahmen), damit die vorhandenen Tuner für die Aktualisierung verfügbar sind.
Der Sleeptimer in der Rekorderkontrolle wird auf die Endzeit und die vorgesehene Aktion beim Beenden programmiert. Sie wird ausgeführt, sobald der EPG aktualisiert ist, oder spätestens, wenn die Endzeit erreicht ist.
Mit einem Klick auf das Symbol
fixieren Sie die eingestellte Aktion nach der Aufnahme und die Art
der Ausführung als Standard, der nach dem Programmstart
voreingestellt ist. Via EPG-Fenster mit „Sende an PVR“
hinzugefügte Einträge werden immer mit der
Standard-Einstellung programmiert.
Übertragen Sie Ihre Eingaben mit „Hinzufügen“
in die Liste der programmierten Aufnahmen. Die Programmierung direkt
aufeinander folgender Sendungen (z.B. 20:15 – 22:00 und 22:00
– 22:45) ist möglich. Einträge, die mehr als einen
Aufnahmetag umfassen, kennzeichnet der DVBViewer GE in der
Datum-Spalte mit '+'. Einträge mit „Herunterfahren“,
„Standby“ oder „Ruhemodus“ als
abschließende Aktion erkennen Sie am Zeichen '*' in der
Dauer-Spalte.
Durchgestrichen
dargestellte programmierte Aufnahmen kann der DVBViewer GE keinem
Eintrag der Kanalliste zuordnen (zum Beispiel weil der Sender dort
gelöscht wurde) und deshalb nicht ausführen. In roter
Schrift und kursiv angezeigte Aufnahmen können
nicht zum vorgesehenen Zeitpunkt gestartet werden, weil sie sich mit
anderen überschneiden. Dabei werden folgende Faktoren
berücksichtigt:
Die Verfügbarkeit der Sender in einem gemeinsamen Datenstrom (zum Beispiel Pro Sieben, Sat.1 und Kabel 1), die eine gleichzeitige Aufnahme mit nur einem DVB-Gerät ermöglicht.
Die Anzahl und der Typ der verfügbaren DVB-Geräte.
Wenn Sie als „unmöglich“
markierte Aufnahmen aktiviert lassen, werden sie eventuell später
als vorgesehen gestartet, sobald ein Recorder oder DVB-Gerät
frei ist. Dies kann zu zusätzlichen Überschneidungen
führen, die wiederum nachfolgende Aufnahmestarts verhindern. Der
DVBViewer GE ist nicht in der Lage, dies im voraus zu erkennen.
Weiterhin kann der DVBViewer „unmögliche“ Aufnahmen, die zum Beispiel für einen Satelliten-Sender programmiert wurden, nicht selbsttätig auf den äquivalenten DVB-T-Sender verlagern. Eine automatische Verteilung auf verschiedene DVB-Geräte ist nur bei gleichem Tunertyp möglich.
Natürlich können Sie programmierte Aufnahmen auch nachträglich bearbeiten:
Ändern: Klicken Sie einen Eintrag der Liste an, um die
Daten in die Eingabefelder zu übertragen. Nehmen Sie die
Änderungen vor, und klicken Sie dann auf „Übernehmen“.
Löschen: Markieren Sie den Eintrag in der Liste, und
klicken Sie auf „Entfernen“.
Deaktivieren wiederholter Aufnahmen: Entfernen Sie das
entsprechende Häkchen in der Liste neben dem Sendernamen. Dies
bewirkt, dass die Aufnahme nicht ausgeführt wird, aber in der
Liste bleibt, so dass Sie sie später wieder aktivieren können
(falls z.B. eine Serie an einem Feiertag nicht gesendet wird). Der
DVBViewer GE löscht allerdings den Eintrag, sobald der letzte
Aufnahmetermin überschritten ist (also niemals, wenn Sie die
mit
gekennzeichnete wöchentliche Wiederholung einschalten).
Sortieren: Die Listeneinträge sortiert der DVBViewer
gemäß der Startzeit. Sie können auch alphabetisch
nach Sendern oder Bemerkungen sortieren lassen, indem Sie auf den
entsprechenden Spaltentitel klicken. Ein weiterer Klick auf
den gleichen Spaltentitel kehrt die Sortierreihenfolge um.
Einen besonders bequeme
Timer-Programmierung bietet das EPG-Fenster.
Markieren Sie dort eine Sendung und klicken Sie auf „Sende
an PVR“. Dabei öffnet sich automatisch das Fenster für
die Rekorder-Programmierung, in dem Sie dann den Auftrag komplett
eingetragen vorfinden.
Zu empfehlen ist allerdings, Beginn und Ende einer Aufnahme noch um einige Minuten vor bzw. zurück zu verlegen, da sich die Fernsehsender häufig nicht exakt an die Zeiten halten. Unter „Einstellungen/ Optionen/ EPG & Teletext können Sie in den Feldern „Vorlauf“ und „Nachlauf“ eine Anzahl Minuten festlegen, die bei der Programmierung über das EPG-Fenster automatisch von der Startzeit abgezogen bzw. zu der Endzeit hinzu gezählt werden.
Ein Ersatz für das VPS-Signal steht beim Digital-TV erst bei wenigen Sendern zur Verfügung und bietet noch keine ausreichende Zuverlässigkeit.
Inhalt | an den Anfang | vorheriges Kapitel | nächstes Kapitel
Timeshift ist eine kombinierte Aufnahme-/Wiedergabe-Funktion. Sie ermöglicht auf komfortable Weise zeitversetztes Fernsehen und Radio, falls Sie erst später für eine Sendung Zeit haben oder mittendrin unterbrochen werden. Auch Teletext wird bei Timeshift aufgezeichnet und zeitversetzt wiedergegeben. Dies ist von Nutzen, wenn Sie eine Sendung mit Teletext-Untertiteln sehen möchten.
Die Bedienungselemente für Timeshift finden Sie in der Kontrollleiste und im DVBViewer Menü.

Sie starten eine Timeshift-Aufnahme
mit dem Befehl „DVBViewer/
Timeshift“ oder einen Klick auf das Symbol
.
Die Live-Wiedergabe wird dabei fortgesetzt, während der
DVBViewer im Hintergrund aufzeichnet. Wenn Sie diese Funktion bei
bereits aktivem Timeshift anwählen, werden Aufnahme und
Wiedergabe abgebrochen, die Timeshift-Datei gelöscht, und der
DVBViewer kehrt zur Live-Sendung zurück. Auch ein Senderwechsel
führt zum Abbruch. Die Timeshift-Aufzeichnung wird jedoch für
den neuen Sender sofort wieder aktiviert.
Benutzen Sie den Befehl „DVBViewer/ Timeshift-Aufnahme beenden“, falls Sie nur die Aufnahme, aber nicht die zeitversetzte Wiedergabe beenden möchten.
Aktivieren Sie die Option „DVBViewer/ Timeshift-Datei beibehalten“, wenn Sie möchten, dass die Timeshift-Datei beim Beenden von Timeshift, bei einem Senderwechsel oder beim Beenden des DVBViewers nicht gelöscht wird. Es handelt sich im Prinzip um eine normale Aufnahme im TS-Format (Transportstream). Sie wird in dem Ordner gespeichert, den Sie unter „Einstellungen/ Optionen/ Rekorder/ Verzeichnisse/ Timeshift“ festgelegt haben.
Auch der Befehl „DVBViewer/
Pause“ oder das Symbol
starten Timeshift, sofern es nicht schon aktiviert ist. Dabei wird
die Wiedergabe angehalten. Ein Klick auf das Symbol
setzt die Wiedergabe fort, und zwar exakt an der Stelle, an der sie
unterbrochen wurde – Sie sehen dann die Aufzeichnung. Mit der
Pause- und Play-Funktion können Sie die Wiedergabe nun beliebig
anhalten und fortsetzen.
Das Stop-Symbol
unterbricht die Wiedergabe und setzt sie an den Anfang zurück.
Nach einem Klick auf
sehen Sie die Timeshift-Aufnahme von Beginn an.
Mit dem Schieberegler in der
Kontollleiste navigieren Sie in der Timeshift-Aufnahme. Durch Ziehen
mit der Maus können Sie zu jeder beliebigen Position springen.
Wenn Sie ihn ganz nach rechts schieben, sehen Sie das Live-Bild.
Außerdem besteht die Möglichkeit, mit den Pfeilsymbolen
10 Sekunden oder eine Minute vor bzw. zurück zu springen, um
eine bestimmte Stelle zu suchen. Die Zeitanzeige in der
Kontrollleiste informiert Sie über die aktuelle Position und
die Gesamtlänge der Aufzeichnung.
Die Timeshift-Kontrolle im OSD
erreichen Sie über die Taste, die Sie der Funktion „OSD
Position“ zugeordnet haben (standardmäßig F11).
Eine Beschreibung der Kommandos finden Sie in dem Kapitel
OSD-Befehle.

Weitere Einstellungen, die sich auf Timeshift auswirken, sind unter „Einstellungen/ Optionen/ Rekorder“zu finden:
Warnung bei Senderwechsel wenn Timeshift aktiv ist: Wenn Sie
diese Option einschalten, erhalten Sie bei einem Senderwechsel oder
sonstigen Aktionen, die eine laufende Timeshift-Aufzeichnung beenden
würden, eine Warnung. Sie gibt Ihnen Gelegenheit, die Aktion
abzubrechen.
Automatischer Timeshift-Neustart nach Senderwechsel: Sorgt
dafür, dass bei einem Senderwechsel die Timeshift-Aufnahme
umgehend neu gestartet wird, wenn sie zuvor aktiv war.
Mit Timeshift sind Sie nicht mehr dem Diktat der Sendezeiten ausgeliefert. Sie können ebenso gut eine Sendung eine halbe Stunde später sehen, ohne etwas zu verpassen. Von Nutzen ist Timeshift insbesondere in folgenden Situationen:
Sie möchten einen Film ohne
Werbung sehen. Sie starten die Timeshift-Aufnahme zu Beginn des
Films durch die Pause-Funktion und geben dem DVBViewer ca. 25
Minuten Vorsprung. Dann klicken Sie auf
und sehen den Film von Beginn an. Wenn es zu einer
Werbeunterbrechung kommt, ziehen Sie den Regler ein Stück nach
rechts. Auf diese Weise können Sie 5 Werbepausen á 5
Minuten überspringen, dann haben Sie die aktuelle
Fernsehsendung eingeholt.
Sie werden an der spannendsten Stelle
eines Krimis durch einen wichtigen Anruf unterbrochen. Sie klicken
auf
und nach Ende des Telefongesprächs auf
.
So sehen Sie die Sendung ab der Stelle weiter, an der Sie
unterbrochen wurden.
Für die Timeshift-Datei wird
das Transportstream- Format (TS) verwendet, das technisch für
die zeitversetzte Wiedergabe besonders geeignet ist. Die Aufzeichnung
enthält auch Videotext, der ebenfalls zeitversetzt
dargestellt wird. Dies ist insbesondere für die Anzeige von
Untertiteln von Bedeutung. „Beibehaltene“
Timeshift-Dateien lassen sich mit dem DVBViewer problemlos abspielen.
Die Konvertierung in das MPG-Format beherrscht der TSPlayer.
Inhalt | an den Anfang | vorheriges Kapitel | nächstes Kapitel
Der DVBViewer-Recorder arbeitet im allgemeinen sehr zuverlässig, so dass schon widrige Umstände eintreten müssen, um eine Aufnahme zu durch Datenverluste zu verderben. Zum Beispiel ein gestörter Empfang. Oder eine Überlastung des PC durch andere Aktivitäten.
Manchmal sind vermutete Aufnahme-Probleme gar keine. Die Datei an sich ist einwandfrei, aber bei der Wiedergabe verschluckt sich irgendwas an den Daten. Das passiert manchmal Komponenten oder Programmen, die eher auf DVD-Wiedergabe ausgerichtet sind. Zwar beruhen DVD und DVB beide auf dem MPEG2-Standard, aber in der Praxis gibt es doch einige Unterschiede. Oder der Sender hat während der Aufnahme von Stereo auf Mono umgeschaltet. Einen Audiodecoder, der mit sowas nicht rechnet, kann das gehörig durcheinander bringen.
Im folgenden finden Sie Hinweise für einige typische Problemfälle:
Eine Aufnahme zeigt bei der Wiedergabe Bildstörungen
und/oder Tonaussetzer.
In diesem Fall ist zu befürchten, das es zu Datenverlusten gekommen ist. Sowas kann aufgrund einer schlechten Empfangslage passieren, zum Beispiel durch Wettereinflüsse. Bei DVB-T kann eine Zimmerantenne die Ursache sein – selbst bei hoher Signalstärke liefert sie eventuell durch Überlagerungen und Reflexionen ein qualitativ schlechtes Signal. Kontrollieren Sie die Anzeige „Fehlende Pakete“ in der Aufnahme-Kontrolle des DVBViewer GE, um Aufschluss zu erhalten.
Beim Wiederherstellen von minimierten Fenstern auf den Desktop
kommt es bei der Wiedergabe und in laufenden Aufnahmen zu
Aussetzern.
Dieses Problem wurde im Zusammenhang mit dem nView-Desktop-Manager beobachtet. Aktivieren Sie in dem Programm auf der Registerkarte „Effekte“ die Option „Schnellere Fensterminimierung und -maximierung“, um es zu beheben.
Eine Timeraufnahme erzeugt eine leere oder nur 1 KB große
Datei.
Eventuell stimmten die Daten für den Sender in der Kanalliste nicht, so dass der Recorder auf nicht vorhandene Datenpakete wartet. Sie beheben dies, indem Sie die Funktion „Kanal/ Auto-Update“ aktivieren und den Sender einstellen. Es erfolgt dann eine automatische Korrektur des Eintrags in der Kanalliste. Wenn in der Aufnahme-Kontrolle die Funktion „Auto-Split bei Senderdaten-Änderung“ aktiviert ist, führt der Recorder die Überprüfung selbst durch, bricht die Aufnahme bei falschen Daten ab und startet sie sofort mit den richtigen neu.
Eine andere mögliche Ursache sind Probleme mit dem Treiber des DVB-Gerätes, insbesondere nach einem automatischen Hochfahren aus Standby oder dem Ruhemodus mit Hilfe des DVB Task Schedulers. Diese Situation wird von manchen Treibern nicht korrekt gehandhabt, oder sie brauchen längere Zeit für die Initialisierung. In diesem Fall kann es helfen, in der Datei Scheduler.ini mit einem Texteditor den Wert zur erhöhen, der dem Eintrag DVBStartDelay zugeordnet ist. Er bestimmt, wie viele Millisekunden der Start des DVBViewers hinausgezögert wird. Beachten Sie dabei den Benutzermodus, in dem der DVBViewer läuft, damit Sie die Datei Scheduler.ini im richtigen Verzeichnis ändern.
Ein weiteres Gegenmittel ist „Einstellungen/ Optionen/ Hardware/ Bei fehlendem Stream neu tunen nach“. Tragen Sie hier z.B. den Wert 2 ein, wodurch der DVBViewer alle 2 Sekunden versucht, den Sender neu einzustellen, solange er keine Daten erhält.
Eine TV-Aufnahme enthält kein Video oder kein Audio.
Auch hierfür können falsche Senderdaten in der Kanalliste verantwortlich sein. In diesem Fall helfen die gleichen Gegenmaßnahmen wie im vorherigen Abschnitt. Oder Sie haben in der Aufnahme-Kontrolle als Aufnahmeformat „Audio (*.mp2/*.ac3)“ eingestellt. Dieses Format sollte nur für reine Audio-Aufnahmen von Fernsehsendern gewählt werden. Bei Radiosendern müssen Sie es nicht einstellen, da es der DVBViewer automatisch verwendet.
Der Windows Mediaplayer spielt DVBViewer-Aufnahmen nicht ab.
Der Mediaplayer kann von sich aus keine MPEG2-Videos abspielen. Microsoft hat dieses Format nicht erfunden und müsste dafür bezahlen. Trotzdem ist es möglich, wenn der Mediaplayer ihm passend erscheinende Komponenten anderer Hersteller im System vorfindet. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es nach der Installation des Elecard Decoder-Pakets bzw. des darin enthaltenen Elecard Demultiplexers meistens klappt. Dies hilft eventuell auch anderen Playern auf die Sprünge. Suchen Sie im Internet nach der Datei EmpgDec20.zip.
Inhalt | an den Anfang | vorheriges Kapitel | nächstes Kapitel