9 Ergänzende Informationen



Dieses Kapitel ergänzt einige Hintergrundinformationen. Sie erfahren hier, welche Kommandoparameter der DVBViewer GE versteht, wie Sie Menüs umgestalten können, welche Bedeutung die Dateien im DVBViewer-Ordner haben, und welche zusätzlichen Konfigurationsmöglichkeiten sich durch Eingriffe in die Datei Setup.ini ergeben.

Kommandoparameter | Menüs per Skript ändern | URLs für die EPG-Internetsuche | DVBViewer GE-Dateien | Anpassungen in Setup.ini | Filtergraph-Presets

Kommandoparameter

Sie können dem DVBViewer GE beim Start verschiedene Kommandoparameter mit auf den Weg geben. Sie werden auch verarbeitet, wenn Sie sie bei bereits laufendem DVBViewer durch einen erneuten Aufruf übergeben. Dies startet eine zweite Instanz des DVBViewer GE, die jedoch nur die Parameter an die erste Instanz sendet und sich danach sofort beendet, ohne sichtbar zu werden.

Auch wenn Sie mit der Kommandozeile in der Windows-Eingabeaufforderung nicht vertraut sind, können Sie Kommandoparameter benutzen. Erzeugen Sie eine Verknüpfung zur Datei DVBViewer.exe auf Ihrem Desktop, indem Sie sie mit der rechten Maustaste zum gewünschten Ort ziehen. Es erscheint ein Menü, in dem Sie „Verknüpfung hier erstellen“ wählen. Nach einem Rechtsklick auf die neue Verknüpfung und der Anwahl von „Eigenschaften“ begeben Sie sich zur Registerkarte „Verknüpfung“. In der Eingabezeile „Ziel“ sehen Sie den vollständigen Dateipfad des DVBViewers. Hier können Sie durch ein Leerzeichen getrennt die Kommandoparameter hinter „DVBViewer.exe“ anhängen. Parameter, die Leerzeichen enthalten, müssen in “Anführungsstriche“ eingeschlossen werden, da Windows sonst denkt, es wären zwei separate Parameter. Nach Abschluss mit OK wird der DVBViewer durch einen Doppelklick auf die Verknüpfung mit dem Parameter gestartet.

C:\Programme\DVBViewer GE\DVBViewer.exe “D:\My Secret Videos\SexyHexy.mpg“

C:\Programme\DVBViewer GE\DVBViewer.exe “C:\Audio\WDR 2.mp2“ -p900000

C:\Programme\DVBViewer GE\DVBViewer.exe -f

C:\Programme\DVBViewer GE\DVBViewer.exe -m

C:\Programme\DVBViewer GE\DVBViewer.exe -r

C:\Programme\DVBViewer GE\DVBViewer.exe -x50

Der Kommandoparameter -x ist für die Fernbedienung des DVBViewer GE über das Programm Girder nützlich. Damit lassen sich relativ leicht DVBViewer-Aktionen bestimmten Fernbedienungs-Tasten zuordnen.

C:\Programme\DVBViewer GE\DVBViewer.exe -i -c

C:\Programme\DVBViewer GE\DVBViewer.exe -c

Ergänzungen zum Kommandoparameter -c veranlassen den DVBViewer, einen bestimmten Sender einzuschalten. Es gibt folgende Möglichkeiten:

C:\Programme\DVBViewer\DVBViewer.exe -c12

C:\Programme\DVBViewer GE\DVBViewer.exe “-cMTV Central“

C:\Programme\DVBViewer GE\DVBViewer.exe -c:12060

C:\Programme\DVBViewer\DVBViewer.exe -cVOX:12060

Eingeschaltet wird der jeweils erste Sender der Senderliste, der den Angaben am besten entspricht. Die Suche ist fehlertolerant, so dass ein Sender im allgemeinen auch dann richtig ermittelt wird, wenn von den drei Merkmalen Name, Audio-PID und Service-ID nur zwei oder eines zutreffend bzw. vorhanden ist. Insbesondere die letzte Möglichkeit ist geeignet, um einen Sender eindeutig auszuwählen.

Die Senderwahl über den Parameter -c ermöglicht es, mit speziell präparierten DVBViewer-Verknüpfungen eine Liste häufig genutzter Sender (Favoriten) an verschiedenen Stellen anzulegen, z.B. auf dem Desktop, im Startmenü, in Explorer-Fenstern oder in den Favoriten des Internet-Explorers. Besonders bequem geht das mit dem Zusatzprogramm Channel Shortcutter, das den Verknüpfungen auf Wunsch Icons und Tastendrücke zuordnet.


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Menüs per Skript ändern

Der DVBViewer GE ermöglicht es ab Version 1.5, das Plugins-Menü durch zusätzliche Menüpunkte zu ergänzen, sowie das Kontext-Menü, das nach einem Rechtsklick erscheint, umzugestalten. Dazu muss eine Textdatei Menu.def im DVBViewer-Ordner erzeugt werden, die ein Menüskript enthält.

Das Kontextmenü besteht aus zwei Abschnitten. Der obere Teil spiegelt das DVBViewer-Hauptmenüs wieder und kann nicht geändert werden. Den unteren Teil, der standardmäßig einige Befehle für den schnellen Zugriff (insbesondere im Vollbildmodus) bietet, können Sie komplett ersetzen. Für eigene Menüs lassen sich alle Kommandos verwenden, die unter „Einstellungen/ Optionen/ Kontrolle“ aufgelistet sind. Darüber hinaus sind Befehle möglich, die ein externes Programm starten, eine Datei oder einen Ordner öffnen... nahezu alles, was sich auch mit dem Explorer machen lässt.

Die Menüs programmieren Sie mit einer höchst einfachen Skriptsprache, die mit fünf Schlüsselwörtern auskommt:

PLUGINS, CONTEXT, ITEM, SUBMENU, END

Befehle, die im Plugins-Menü erscheinen sollen, müssen zwischen den Zeilen

PLUGINS
PLUGINS END

stehen, und Befehle für das Kontextmenü entsprechend zwischen

CONTEXT
CONTEXT END

Die Bereiche können sich überschneiden oder ineinander geschachtelt werden. Wenn ein Kommando gleichzeitig in beiden Bereichen steht, erscheint es in beiden Menüs.

Eine mit ITEM eingeleitete Zeile definiert einen Menüpunkt. Wenn nach ITEM nichts mehr folgt, erzeugt dies einen nicht anwählbaren Trennstrich im Menü. Ansonsten können auf ITEM bis zu drei Angaben folgen, die durch einen senkrechten Strich (das Zeichen | ) getrennt sind, und zwar in der Form

ITEM Beschriftung|Kommando|Parameter

Die Beschriftung ist das, was Sie im Menü sehen. Das Kommando bezeichnet, was ausgeführt werden soll, wenn Sie auf den Menüpunkt klicken. Parameter ist optional und kann dazu verwendet werden, einem Programm, das durch das Kommando gestartet wird, weitere Anweisungen mit auf den Weg zu geben.

Hier ein einfaches Beispiel für ein Menüskript, das dem Plugins-Menü drei weitere Befehle hinzufügt. Der erste öffnet den DVBViewer GE-Ordner, der zweite startet ein Schnittprogramm, und der dritte schaltet den DVBViewer GE mit dem Parameter -c in seinen Standby-Modus.

PLUGINS
  ITEM DVBViewer-Ordner|C:\Programme\DVBViewer GE
  ITEM MPEG2Cut|C:\Programme\MPEG2Cut\MPEG2Cut.exe
  ITEM DVBViewer-Standby|C:\Programme\DVBViewer GE\DVBViewer.exe|-c
PLUGINS END

Natürlich müssen Sie den Pfad entsprechend Ihren Verhältnissen anpassen. Die Einrückung ist nicht zwingend notwendig, sondern dient nur der besseren Lesbarkeit. Leerzeichen am Anfang einer Zeile werden ignoriert. Gleiches gilt für Groß- bzw. Kleinschreibung der Schlüsselwörter.

Die internen Befehle des DVBViewers, die Sie unter „Einstellungen/ Optionen/ Kontrolle“ sehen, sind durch Nummern kodiert. Die meisten davon finden Sie gleich am Anfang der deutschen Sprachdatei Deutsch.lng im Ordner DVBViewer GE\Language, die sich mit einem Texteditor öffnen lässt. Die Übersetzungen der Befehle werden dort im Abschnitt [Actions] den Befehlsnummern zugeordnet.

Hier ein Beispiel, das den unteren Teil des Kontext-Menüs mit zwei derartigen Befehlen ausstattet, getrennt durch eine horizontale Linie. Die Standard-Belegung wird dadurch gelöscht, so dass in dem Bereich nur noch die beiden Befehle erscheinen:

CONTEXT
  ITEM Minimieren|39
  ITEM
  ITEM Beenden|6
CONTEXT END

Wenn Sie möchten, können Sie auch Kommandos in Untermenüs gruppieren, die vom Kontext- oder Plugins-Menü abzweigen. Diese Befehle müssen zwischen den folgenden Zeilen stehen

SUBMENU Beschriftung
END

Wenn Sie dem obigen Beispiel ein Untermenü hinzufügen, könnte das so aussehen:

CONTEXT
  SUBMENU Aufnehmen
    ITEM Aufnahme Start/Stop|34
    ITEM Rekorderkontrolle...|119
    ITEM Aufnahme-Programmierung...|33
    ITEM Aufnahme-Ordner|D:\Videos\Aufnahmen
  END
  ITEM Minimieren|39
  ITEM
  ITEM Beenden|6
CONTEXT END

Wenn Sie es drauf anlegen, können Sie in Untermenüs weitere Untermenüs einschachteln, und in diese wieder Untermenüs. Der DVBViewer GE erlaubt bis zu 10 Menüebenen.

Längere Menüskripte können Sie durch Leerzeilen auflockern oder auch Kommentarzeilen hineinschreiben. Alle Zeilen, die (abgesehen von führenden Leerzeichen) nicht mit einem Schlüsselwort beginnen, werden ignoriert.

Probieren Sie es einfach aus, indem Sie eines der obigen Beispiele in einen Texteditor kopieren (z.B. NotePad), nach Ihren Wünschen abändern , als Datei Menu.def im DVBViewer GE-Ordner speichern und dann den DVBViewer GE starten. Nach Entfernen der Datei Menu.def und einem Neustart ist alles wieder wie zuvor.

Das folgende Skript können Sie als Ausgangspunkt für eigene Variationen verwenden. Es erzeugt exakt die Standardbelegung im unteren Bereich des Kontextmenüs. Solange Sie nichts dran ändern, werden Sie im DVBViewer GE keinen Unterschied sehen.

CONTEXT
  ITEM Favoriten verwalten...|10
  ITEM Senderliste...|7
  ITEM
  ITEM Aufnahme starten/beenden|34
  ITEM Screenshot|115
  ITEM
  ITEM Mediadatei öffnen|94
  ITEM DVD-Wiedergabe|88
  ITEM
  ITEM Teletext...|35
  ITEM EPG-Fenster...|37
  ITEM
  ITEM Ton aus|25
  ITEM Pause|0
  ITEM Minimieren|39
  ITEM Beenden|6
CONTEXT END

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URLs für die EPG-Internetsuche

Die Suchfunktion im EPG-Fenster bietet eine Schaltfläche „Internet“, sofern im Konfigurationsverzeichnis eine Datei EPG_URLList.ini mit geeigneten Internet-Adressen und weiteren Informationen vorhanden ist. Der Button öffnet ein Popup-Menü, das verschiedene Möglichkeiten für eine Internet-Suche mit dem in der Suchleiste eingetragenen Begriff (standardmäßig der Titel der Sendung) anbietet. Ein Klick auf einen Eintrag öffnet eine neue Instanz des Standard-Browsers.

Die Datei EPG_URLList.ini können Sie selbst mit einem Texteditor erzeugen bzw. die Anzahl und Art der Einträge, die im Popup-Menü erscheinen, ändern. Die erste Zeile der Datei gibt den Sektionsnamen an (immer [URLList]). Ein Beispiel für einen Eintrag:

[URLList]
URL.0=http://www.google.de/search?q=%22:Item:%22
Name.0=Google
Blank.0=+
UTF-8.x=0

Die Einträge müssen mit 0 beginnend lückenlos durchnummeriert sein. Zu jedem Eintrag gehören drei Angaben:

X steht hier jeweils für die forlaufende Nummer des Eintrags. Die Internet-Adresse muss so angegeben werden, dass die betreffende Site den Aufruf mitsamt dem vom DVBViewer für :Item: eingefügten Suchbegriff als Suchanfrage versteht.

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Die DVBViewer GE-Dateien

Bei Problemen kann es von Nutzen sein, die Bedeutung der Dateien zu kennen, die der DVBViewer GE verwendet. In diesem Abschnitt finden Sie eine Übersicht.

Zu beachten ist, dass sich vom DVBViewer GE verwendete Konfigurationsdateien (d.h. Dateien, die sich verändern) nicht zwangsläufig im DVBViewer GE-Ordner befinden. Je nach Inhalt der Datei UserMode.ini können sie auch im Benutzerprofil zu finden sein, also unter Dokumente und Einstellungen\ Benutzername\ Anwendungsdaten. Den genauen Ort erfahren Sie, indem Sie im DVBViewer GE den Befehl „Info/ Konfigurationsordner“ anwählen. Es öffnet sich ein Explorer-Fenster mit dem Ordnerinhalt.

Im folgenden sind alle Dateien, die der DVBViewer GE in den Konfigurationsordner kopiert oder dort anlegt, mit (*) markiert.

Wenn Sie bei Problemen im DVBViewer-Forum um Rat fragen, sollten Sie unbedingt wichtige Konfigurationsdateien ihrem Posting als Dateianhang hinzufügen. Es gibt ein Tool, das eine entsprechende ZIP-Datei automatisiert erzeugt. Sie können es im DVBViewer-Forum downloaden. Der Inhalt liefert Supportern wichtige Informationen und erspart zeitraubende Rückfragen.

Dateien mit der Endung *.ini enthalten Einstellungen, die sich der DVBViewer oder Plugins über das Programmende hinaus merken. Sie lassen sich mit einem Texteditor wie Notepad öffnen und bearbeiten. Änderungen sollten Sie jedoch nur vornehmen, wenn Sie genau wissen, was Sie tun.

Falls der DVBViewer GE aufgrund geänderter Einstellungen oder aus anderen Gründen plötzlich streikt, ist es eventuell einen Versuch wert, den DVBViewer zu beenden und die Datei Setup.ini durch ein Backup zu ersetzen oder sie probeweise zu entfernen. Beim nächsten Start wird sie automatisch mit den Standard-Einstellungen neu angelegt.

Es empfiehlt sich, Kopien der Dateien Setup.ini, Channels.dat, ChannelsURL,ini und Favourites.ini als Backup anzufertigen, so dass sie im Falle eines Unglücks schnell wiederhergestellt werden können. Dies gilt insbesondere, wenn Sie mit viel Zeitaufwand ihre ganz persönliche Konfiguration eingerichtet haben.

Wenn das EPG-Fenster aufgrund von Fehlern bei den Sendern oder durch Einstellung einer falschen Zeitzone unsinnige oder falsche Einträge anzeigt, empfiehlt es sich, die Datei epg.dat einfach zu löschen. Sie wird automatisch neu angelegt. Gleiches gilt, wenn der DVBViewer bereits beim Start blockiert oder abstürzt - dies könnte eventuell an einer beschädigten epg.dat liegen.

In den Unterverzeichnissen des DVBViewer-Ordners befinden sich weitere wichtige Dateien:

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Anpassungen in der Datei Setup.ini

In der Konfigurationsdatei Setup.ini speichert der DVBViewer GE alle Einstellungen. Da es sich um eine Textdatei handelt, kann sie mit einem Texteditor geöffnet und bearbeitet werden. Sie ist in Sektionen unterteilt, deren Name in eckige Klammern eingeschlossen ist. Alle nachfolgenden Zeilen gehören zu der Sektion. Sie finden die Datei, indem Sie im DVBViewer GE den Menübefehl „Info/ Konfigurationsordner“ anwählen. Er öffnet ein Explorerfenster, das den Inhalt des Ordners zeigt.

Wenn Sie Änderungen in der Setup.ini vornehmen möchten, müssen Sie zuvor den DVBViewer GE beenden.

Durch das Ändern oder Hinzufügen von „versteckten“ Einstellungen, die nicht unter Einstellungen/ Optionen“ erscheinen, kann der DVBViewer GE an spezielle Erfordernisse angepasst werden. Wesentlich bequemer als ein Texteditor ist für diesen Zweck jedoch das im DVBViewer GE-Paket enthaltene Programm Tweaker.exe. Es liest die möglichen Einstellungen aus der Datei TweaksGE.ini und zeigt sie in seinem Fenster durch Checkboxen und Eingabezeile an. Außerdem gibt das Programm im unteren Teil des Fensters Hinweise zur Bedeutung der gerade selektierten Einstellung. Klicken Sie Checkboxen mit der rechten Maustaste an, um Hinweise zu erhalten, ohne die Einstellung zu verändern. Oder verwenden Sie die Tabulatortaste, um zur jeweils nächsten Einstellung zu springen. Die Schaltflächen haben folgende Bedeutung:

Die Definitionsdatei TweaksGE.ini ist eine Textdatei. Sie legt für jede Einstellung fest, mit welcher Beschriftung und welchem Hinweis sie darzustellen ist – in Deutsch und Englisch, Tweaker.exe ermittelt beim Start automatisch die zu verwendende Sprache. Außerdem gibt TweaksGE.ini an, unter welchen Namen die Einstellungen in welcher Sektion der Datei Setup.ini einzutragen sind, zu welchem Typ sie gehören und gegebenenfalls auch, welches der kleinste und größte zulässige Wert ist. Falls Sie diesen Wertebereich unter- oder überschreiten, korrigiert Tweaker.exe Ihre Eingabe beim Speichern automatisch.

Die folgenden Einträge in der Sektion [Hardware] der Datei Setup.ini werden von Tweaker.exe nicht erfasst. Gegebenenfalls müssen Sie sie mit einem Texteditor (z.B. NotePad) ändern oder ergänzen:

[Hardware]
DiSEqCCount.x=1
AutoLNBOff.x=1
ConnectionTimeout.x=1000
FrontEnd.x=4
RecvBuf.x=13560
ReorderTimeout.x=100

Das x steht hier für die fortlaufende Gerätenummer, die je nach Anzahl und Reihenfolge der vorhandenen DVB-Geräte verschieden ist. Ersetzen Sie sie durch die Nummer des betreffenden Gerätes, die Sie aus anderen Einträgen in der Sektion [Hardware] ersehen.

Der Eintrag DiSEqCCount bestimmt, wie oft ein DVB-S-Gerät DiSEqC-Signale an die Außenanlage sendet, die zur Umschaltung der empfangenen Satellitenposition dienen. Indem Sie DiSEqCCount auf 0 setzen, schalten Sie die Ausgabe von DiSEqC-Steuersignalen für das betreffende Gerät generell ab, auch wenn sie in der Senderliste aktiviert sind. Dies kann in bestimmten Fällen (zum Beispiel Empfang über zwei verschiedene Schüsseln) wünschenswert sein, wenn auch ein anderes Gerät, bei dem DiSEqC erforderlich ist, die Senderlisten-Einträge verwendet. Ein DiSEqCCount-Wert größer als 1 bewirkt eine entsprechend oft wiederholte Ausgabe des DiSEqC-Steuersignals, wenn das DVB-S-Gerät diese Möglichkeit unterstützt. Dies kann von Nutzen sein, wenn das einmalige Senden des Signals an die Außenanlage nicht mit ausreichender Zuverlässigkeit funktioniert.

Der Eintrag AutoLNBOff dient dem DVBViewer GE nur als Information. Eine 1 besagt, dass das DVB-S-Gerät die LNB-Versorgungsspannung automatisch abschaltet, wenn es nicht verwendet wird. Eine 0 besagt, dass der DVBViewer GE sich in bestimmten Konfigurationen (Unicable, Gemeinsamer LNB) selbst darum kümmern muss, die LNB-Spannung abzuschalten oder zumindest auf 14 V zu senken, wenn er das Gerät freigibt. Der Wert wird normalerweise bei der Geräteerkennung der Hardware-Datenbank entnommen, kann jedoch, falls die dortige Angabe nicht zutreffend sein sollte, in der Datei Setup.ini korrigiert werden.

Der Eintrag ConnectionTimeout ist nur für virtuelle RTSP-Geräte von Bedeutung. Er bestimmt, wie viele Millisekunden der DVBViewer GE versucht, einen RTSP- bzw. SAT>IP-Server zu erreichen, bis er aufgibt und ein anderes passendes Gerät aus der Geräteliste verwendet, sofern vorhanden.

Der Eintrag FrontEnd weist einem virtuellen RTSP-Gerät einen bestimmten Tuner bzw. ein Frontend des SAT>IP-Servers zu. Geben Sie nach dem Gleichheitszeichen die Nummer bzw. ID des Tuners an. Der Default ist 0 mit der Bedeutung "keine Zuweisung". Diese Möglichkeit wird z.B. vom Digital Devices Octopus Net, jedoch nicht vom Recording Service unterstützt.

Der Eintrag RecvBuf bestimmt die Größe des Empfangspuffers in kB für virtuelle RTSP- und IPTV-Geräte. Der Default 13560 entspricht etwa 13 MB.

Der Eintrag ReorderTimeout gibt die Zeit in ms an, die virtuelle RTSP- und IPTV-Geräte maximal auf ein fehlendes RTP-Paket warten. Währenddessen werden nachfolgende Pakete zwischengespeichert, um sie mit eventuell später eintreffenden fehlenden Paketen in richtiger Reihenfolge verarbeiten zu können. Der Default ist 100 ms.



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Filtergraph-Presets

Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie mit Preset -Dateien wesentlich detaillierter und flexibler als in den DVBViewer-Optionen festlegen können, welche Wiedergabe-Komponenten (DirectShow Filter) unter welchen Bedingungen zum Einsatz kommen. Es handelt sich um Textdateien im INI-Format. Sie haben die Endung .fgp und werden im Unterverzeichnis GraphPresets des DVBViewer-Konfigurationsverzeichnisses gespeichert.

Der DVBViewer GE listet die vorhandenen Presets unter „Einstellungen/ Optionen/ DirectShow/ Vorgaben“ auf. Hier legen Sie für jedes Preset separat fest, ob es verwendet werden soll oder nicht. Bei Bedarf können Sie die Preset-Dateien neu laden lassen, falls bei laufendem DVBViewer weitere Dateien hinzugekommen sind oder sich welche geändert haben.

Falls Preset-Dateien wider Erwarten nicht in der Liste auftauchen, kann es daran liegen, dass sie keine für den DVBViewer verwertbaren Einträge enthalten, weil z.B. die aufgeführten DirectShow-Filter nicht im System registriert oder die Angaben fehlerhaft sind. Im Unterordner GraphPresets des DVBViewer GE-Installationsverzeichnisses befindet sich eine Datei namens FilterPreset.txt. Sie enthält als Vorlage für eigene Presets alle Einträge, die der DVBViewer versteht. Englische Kommentare beschreiben die Bedeutung der Einträge.

Außerdem bringt der DVBViewer GE als Beispiel bereits eine fertige Preset-Datei mit (ffdshow.fgp). Falls aktiviert, sorgt sie dafür, dass für alle Video- und Audioformate, die der DVBViewer nicht speziell erkennt (z.B. DivX, XviD, Ogg, Flac), ffdshow als Decoder eingesetzt wird, sofern es sich um Dateien mit den Endungen .avi, .divx, .xvid oder .mkv handelt.

Zunächst die Regeln, nach denen sich der DVBViewer bei der Anwendung von Presets richtet:

Ob die Auswahl eines Filters wie gewünscht funktioniert, zeigt der DVBViewer GE bei laufender Wiedergabe im Menü „Einstellungen/ Filter“: Wenn ein dort aufgelisteter Filter aufgrund eines Presets eingefügt wurde, enthält der Eintrag in Klammern „Preset #x“, wobei x hier für die laufende Nummer des Presets steht.

Die folgenden allgemeinen Regeln sind bei der Erstellung eigener Preset-Dateien zu beachten:

Im folgenden die Sektionen und Bezeichner, die in einer Preset-Datei vorkommen können. CLSID bezeichnet die eindeutige Class ID eines Filters. Dabei handelt es sich um eine in geschweifte Klammern eingeschlossen Folge von hexadezimalen Ziffern. Sie fügen eine CLSID in die Preset-Datei ein, indem Sie den RadLight Filter Manager starten, in der Abteilung DirectShow der Baumansicht den betreffenden Filter selektieren und dann auf „Copy CLSID“ klicken.

[General]

;Der DVBViewer verwendet DisplayName, 
;um ein Preset in den Optionen anzuzeigen (Pflicht)
DisplayName=

;Der DVBViewer verwendet Description, 
;um in den Optionen einen Hinweis anzuzeigen (optional)
Description=

;Conditions bezeichnet die Bedingungen für die Anwendung 
;eines Presets (Pflicht). Sie sind identisch mit den 
;Auto-B-Bedingungen in den DirectShow-Optionen.
Conditions=

;Enabled gibt an, ob ein Preset aktiviert (1) oder deaktiviert ist (0).
;Die Angabe ist optional. Der DVBViewer benutzt einen Default, falls sie fehlt,
;und schreibt in dieses Feld entsprechend den Checkboxen in den Optionen.
Enabled=

;--------------------------------------------------------------

[SourceFilter]
;Die SourceFilter/Splitter-Sektionen betreffen nur Dateiwiedergabe.
;Sie erfordern die Angabe mindestens einer Dateiendung in der 
;Sektion [General] unter Conditions. Der Dateityp ist das einzige Kriterium
;für die Auswahl eines Quellfilters/Splitters. 

;Die Quellfilter-CLSID (Pflicht).
CLSID=

;--------------------------------------------------------------

[Splitter]
;Die Splitter-Sektion ist nur anwendbar, wenn kein SourceFilter festgelegt ist.
;Der DVBViewer verwendet den Splitter in Kombination mit MS Async File Source.

;Die Splitter-CLSID (Pflicht)
CLSID=

;Der Splitter-Name (optional, DirectShow verwendet einen Default-Namen,
;falls die Angabe fehlt.
Name=

;--------------------------------------------------------------
;In den folgenden Decoder-Sektionen ist entweder der Name oder
;die CLSID Pflicht. Zumindest eins von beidem muss angegeben werden.
;Falls nur die CLSID angegeben ist, verwendet DirectShow einen Default-Namen. 
;Falls nur der Name angegeben ist, verwendet der DVBViewer den ersten
;Decoder aus der entsprechenden Liste in den Optionen, dessen Name den
;hier angegebenen Namen als Bestandteil enthält
;(ohne Beachtung von Groß/Kleinschreibung).

[MPEG2Decoder]
CLSID=
Name=

[H264Decoder]
CLSID=
Name=

[VC1Decoder]
CLSID=
Name=

[MP2Decoder]
CLSID=
Name=

[MP3Decoder]
CLSID=
Name=

[AC3Decoder]
CLSID=
Name=

[AACDecoder]
CLSID=
Name=

;--------------------------------------------------------------
;In den folgenden Decoder-Sektionen ist die CLSID Pflicht, da es
;keine entsprechende Decoder-Kategorie in den DVBViewer-Optionen gibt.
;Der Name ist optional.

[TrueHDDecoder]
CLSID=
Name=

[DTSDecoder]
CLSID=
Name=

[HDMV_LPCMDecoder]
CLSID=
Name=

[VideoDecoder]
;Decoder für Videoformate, die der DVBViewer nicht speziell erkennt
;(z.B. DivX, XviD).
CLSID=
Name=

[AudioDecoder]
;Decoder für Audioformate, die der DVBViewer nicht speziell erkennt
;(z.B. ogg, flac).
CLSID=
Name=

;--------------------------------------------------------------
//In den Postprozessor-Sektionen ist die CLSID Pflicht, der Name optional.

[VideoPostProc]
CLSID=
Name=

[AudioPostProc]
CLSID=
Name=

;--------------------------------------------------------------
;Die Renderer-Sektionen enthalten nur den Namen. Der DVBViewer wählt
;den ersten Renderer der entsprechenden Liste in den Optionen, 
; dessen Name den hier angegebenen Namen als Bestandteil enthält
;(ohne Beachtung von Groß/Kleinschreibung). 

[VideoRenderer]
;Diese Sektion wird vom DVBViewer Pro nicht unterstützt!
Name=

[AudioRenderer]
Name=


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